Zur Sahara Pommerns

Unser Campingplatz in Leba liegt günstig an der Zufahrt zum Slowinski-Nationalpark, seit 1977 UNESCO-Biosphären-Reservat wegen der Vielfältigkeit von Fauna und Flora. Die Wanderdünen bilden eine einzigartige und überaus schöne Wüstenlandschaft, die sehr wechselhaft ist – binnen weniger Stunden kann sich ein neues Gelände-Relief bilden.

Mit unseren Rädern fahren wir kilometerlang zunächst durch Wald, der zwischen der Lebaer-Nehrung und dem Lebsko See wächst. Autoverkehr ist untersagt, wenig Radfahrer, viele Fußgänger und noch mehr Personen, die sich mit den flinken Elektrofahrzeugen befördern lassen. Zu Fuß bis zum Aufstieg auf die Dünen ist es doch ziemlich weit.

Man ist erstaunt, wie schwer es fällt im feinen Sand die höchste Erhebung zu erklimmen. Aber der Ausblick lohnt. 2008 war ich bereits einmal hier. Auch Ilse ist überwältigt. Die damals gezeigten Bilder konnten die Atmosphäre natürlich nicht rüberbringen.

Wir nehmen beide noch ein Bad im Meer. Man könnte den ganzen Strand nach Leba zurück laufen. Aber wie bekommen wir dann die Räder wieder?

Zurück in Leba finden wir noch ein nettes Restaurant. Und abends schauen wir uns noch den Strand nahe der Hafeneinfahrt von Leba an.

Morgen fahren wir weiter Richtung Danzig – wir laufen einen Campingplatz in Sopot an.

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Abenteuerliche Landstrassen Richtung Leba und Wiedersehen mit dem Höllenschlund

Von Dziwnówek befahren wir zunächst bis Kolberg die 102 bevor wir Koszalin erreichen, eine Stadt (lt Wikipedia über 100 Tsd Einw.), deren Größe und erstaunt.

Schon die 102 verlangt unserem Gespannt einiges ab: Engstellen, Schlaglöcher usw. – in Analogie zum Segeln würde ich von rauer See sprechen. Zu Sturm gepeitschter See wird das ganze dann aber auf der Nebenstrecke von Manovice nach Glowczyce um 12 km später Leba zu erreichen. Na ja – ist ja auch in der Karte als weiße Nebenstrecke eingezeichnet. Schlaglochübersäht, abschüssige Seitenstreifen, Baum-Alleen, wo kaum 2 Wagen nebeneinander durchpassen. Kurz vor uns ein überschlagendes Auto, der Krankenwagen rollt jaulend vorüber. Man muss langsam fahren und aufpassen. Für unser Gespannt sind häufig nicht mehr als 40 km/h drin. Entschädigt werden wir aber durch eine fantastische Landschaft. Allemal besser als Autobahnraserei.

Der zunächst in Leba angelaufene Campingplatz „Murski“ ist leider voll besetzt. Bei „Intercamp 84“ ganz in der Nähe finden wir aber einen schönen Wiesenplatz.

Jetzt in der Saison ist Leba in Ferien-Hochstimmung. Lokale und Vergnügungsstätten noch und nöcher. Am Nachmittag haben wir per Rad eine erste Tour zum Hafen gemacht. Überall pulsierendes Leben. Und ein Wiedersehen mit dem Höllenschlund

– so hatte ich 2008 auf meiner Baltikum-Segeltour

http://www.sailing-rainer.eu/40318.html

die Hafeneinfahrt von Leba genannt – wegen der dort außergewöhnlichen Strömung vor der Einfahrt.

Morgen geht’s mit dem Rad in den Slowinski-Nationalpark Nationalpark…

Meeresgrollen und Radtour zur Dziwna-Mündung

Als wir heute morgen durchs Panorama-Fenster in den Himmel blickten, war es an den schwankenden Kiefern schon zu erkennen: Starkwind.

Ein kurzer Morgenspaziergang bestätigt, das Meer grollt und spuckt ordentlich Wellen.

Also wird statt Strandtag kurzerhand eine Radtour zur ca. 5 km entfernten Mündung der Dzwina unternommen. Zunächst 2 km durch herrlichen Naturwald, bis wir uns im Zentrum von Dziwnów, der quirligen Urlaubsmetropole befinden, mit ihrer km-langen „Vergnügungsstraße“. Nichts für uns, aber man muss es mal gesehen haben.

Direkt vom Fischerboot kann fangfrischer Fisch erstanden werden und von einem kleinen Park bietet sich ein schöner Blick auf die Brücke über die Dzwina. Wir finden auch ein nettes Eiscafe im traditionellen Stil und Ilse kann an einem Stand Strizel-Gebäck kaufen.

Ein Strandspaziergang am Abend rundet den Tag ab.

Morgen geht’s weiter nach Leba mit dem Slowinski-Nationalpark und den großen Wanderdünen.